06.11.2014 (eh) Drucken
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Studie: Openstack kommt zunehmend im Cloud-Rechenzentrum an

  • Inhalt dieses Artikels
  • Openstack legt Nischentechnologie-Status ab
  • Openstack-Skills gesucht
  • Vielfältige Cloud-Ökosysteme auf Basis von Openstack

Derzeit hat das Open-Source-Cloud-Management-Framework »OpenStack« ein beachtliches Momentum. Keine Produktankündigung, kein Cloud-Event und keine Keynote ohne den Verweis auf Openstack. Das war auch erst letzte Woche auf der »Powering the Cloud«-Konferenz so. Und das, obwohl Openstack schon seit über drei Jahren unter der Open-Source-Lizenz verfügbar ist. Was hat sich seitdem verändert?

Verteilung der Teilnehmer an der Studie zu OpenStack (Grafik/Quelle: Crisp Research)Verteilung der Teilnehmer an der Studie zu Openstack (Grafik/Quelle: Crisp Research)Da es bislang keine empirisch fundierten Erkenntnisse zum Einsatz von »OpenStack« gibt, hat Crisp Research in Kooperation mit HP Deutschland die Studie »OpenStack im Unternehmenseinsatz« durchgeführt, die erstmals detaillierte Einblicke liefert, wie IT-Entscheider im DACH-Raum mit Openstack umgehen.

Die Studie zeigt, dass Cloud-Computing für die breite Mehrheit der Unternehmen anscheinend zur Realität geworden ist. So lassen sich nur noch 26 Prozent der Unternehmen den »Cloud-Verweigerern« zurechnen. »Für erfahrene Cloud-Anwender haben Standardisierung und Kontrolle ihrer hybriden bzw. Multi-Cloud-Umgebungen höchste Priorität«, berichtet Dr. Carlo Velten, Senior Analyst und CEO von Crisp Research. In diesem Kontext spiele nun OpenStack eine immer größere Rolle für CIOs, RZ-Leiter und Cloud-Manager.

Openstack legt Nischentechnologie-Status ab

Die zentralen Komponenten der Cloud-Plattform OpenStack (Bild: OpenStack.com)Die zentralen Komponenten der Cloud-Plattform Openstack (Bild: OpenStack.com)So beschäftigen sich derzeit schon 29 Prozent aller Cloud-Anwender aktiv mit dem Open-Source-basierten Cloud-Management-Framework. Gleichzeitig wird Openstack in der IT-Community nicht mehr als Nischentechnologie oder Marketing-Hype verstanden. Für 58 Prozent der befragten IT-Entscheider stelle OpenStack mittlerweile eine echte Alternative für etablierte Cloud-Management-Lösungen dar.

»Openstack hat das Potential, der kommende De-facto-Standard für komplexe IaaS-Umgebungen zu werden«, resümiert René Büst, Senior Analyst und Cloud Practice Lead bei Crisp Research. »Es wird für immer mehr CIOs und Cloud-Service-Provider zur Schlüsseltechnologie für barrierefreie Multi-Cloud-Infrastrukturen.«

Openstack-Skills gesucht

Andererseits zeigt die Studie, dass die Anwender sich der hohen Komplexität der Open-Source-Technologie durchaus bewusst sind. Da nur wenige Unternehmen schon über mehrjährige Openstack-Erfahrung verfügen, plant die Mehrheit der Anwender (76 Prozent) den Einsatz professioneller und vorkonfigurierter OpenStack-Distributionen und die Unterstützung externer Dienstleister.

Openstack-Skills zählen für Cloud-Integratoren und -Dienstleister somit zu den elementaren Differenzierungsmerkmalen. Schlussendlich unterstreicht das Interesse an Openstack nicht nur die hohe Affinität deutscher IT-Entscheider für Open-Source, sondern dürfte auch einen Indikator für eine neue Welle an Open-Source-Technologien darstellen.

Vielfältige Cloud-Ökosysteme auf Basis von Openstack

»Wir gehen davon aus, dass sich auf Grundlage von Openstack vielfältige Cloud-Ökosysteme bilden werden, organisiert von lokalen oder internationalen Broker-Plattformen«, sagt Klaus Berle, Direktor Cloud Computing bei HP Deutschland. »Für die Anwender erhöht das die Vielfalt der interoperablen Cloud-Angebote. Und auf der Anbieterseite werden sich dadurch neue Cloud-Geschäftsmodelle herausbilden.« HP beispielsweise hat deshalb kürzlich eine eigene Beratungssparte rund um Openstack gegründet.

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