Mobilität bringt IT-Ratlosigkeit
Eigentlich hat man es ja gewusst. Und wenn nicht, dann zumindest geahnt. Aber manch einer braucht eben die Bestätigung in Form einer Studie. Und so ließ sich Symantec nun bestätigen, per in Auftrag gegebener Umfrage, dass viele IT-Verantwortliche sich vor der zunehmenden Mobilität der Mitarbeiter fürchten. Zum einen ist da die Angst, dass wichtige Daten verloren gehen, zum anderen besteht die Furcht, dass Malware und andere fiesen Würmer ins Unternehmensnetzwerk getragen werden.
Das wäre soweit nichts Schlimmes, wenn IT-Leiter und Administratoren auch aktiv darauf eingingen. Aber die IDG-Studie zeigt, dass über die Hälfte keine passenden Gegenmaßnahmen oder konkrete Anwendungen einsetzt oder nicht weiß, welche denn passende Konter-Lösungen wären.
Hier tut sich ein lang angekündigter Graben auf, der paradoxerweise durch eine Verschmelzung von Privat- und Arbeitsnutzung mobiler Geräte entsteht und nun durch einen abenteuerlichen Spagat der ITler überbrückt werden soll und letztlich auch muss. Viele Angestellte nutzen Blackberry, iPhone, Laptop und Co nicht mehr nur ausschließlich für den Job. »Always on« bedeutet heute nicht mehr nur stets verfügbar zu sein, sondern eben auch nicht mehr die Geräte zu wechseln. Und so vermischen sich bunt und lustig arbeitsrelevante und private Informationen. Jeder Compliance-Beauftragte müsste jetzt eigentlich zusammenzucken, weil dieser Zustand seine Arbeit ad absurdum führt oder schier unmöglich macht. Dafür hätte es wirklich keine Studie gebraucht. Was vielmehr benötigt wird, sind Hilfsmittel, Anwendungen und Lösungen, die es möglich machen, Unternehmensmitarbeiter mobil zu machen, ihnen Zugriff zu Daten zu gewährleisten und trotzdem geschäftsrelevante Richtlinien zu kontrollieren und einzuhalten. Von mir aus auch in einer Studie schwarz auf weiß. Allerdings möchte ich zu bedenken geben, dass die Umfrage 115 Organisationen umfasste und insofern eventuell nicht ganz so repräsentativ ist, wie sie sein müsste. Der Trend ist aber durchaus erkennbar und nicht von der Hand zu weisen. Damit möchte ich Sie bitten, doch mal zu prüfen, wie viele Apps auf dem firmeneigenen iPad der eigenen Belustigung dienen oder wie viele Downloads auf dem Unternehmens-PC nicht unbedingt für die Geschäftsprozesse gedacht waren. Den IT-Verantwortlichen kann ich nur raten, nicht ratlos zu werden und am besten gleich nach möglichen Lösungen zu suchen. Dann erscheint man auch nicht ratlos in der nächsten Studie.
Mit ratsam gespeicherten Grüßen,
Ulrike Rieß.
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Fünf Mitglieder des Redaktions-Teams statten ihren Produktiv-PC und ihre Notebooks mit einer SSD bzw. einer Hybrid-Disk aus. In der Praxis müssen die Produkte in verschiedenen Systemen bestehen und die unterschiedlichen Erwartungen an die neue Technik erfüllen.
Impressionen aus dem Redaktionsalltag und subjektive Randbetrachtungen der IT- und Storage-Branche.
Aus der Storage-Welt.
Storage ist Vieles - aber nicht alles. Es gibt noch Security, Netzwerke, Displays, Drucker, Autos, Frauen, Politiker, Kies - kurz: ein Leben neben den elektronischen Daten.
Es heißt ja, dass wir angeblich ja nur 10% unseres geistigen Potenzials nutzen. Interessant wäre, wer das denn wie herausgefunden hat? Und vor allem: Was machen wir mit den restlichen 90%? Auf jeden Fall scheinen wir im Kopf genug Speicher zu haben, es hapert lediglich am Speichermanagement?
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Guten Tag, Sie haben sicherlich recht mit dem was Sie sagen. Allerdings ist die Einsicht in den Köpfen der Geschäftsleitung noch nicht so weit gereift, für entsprechende Lösungen genauso selbstverständlich ein Budget zur Verfügung zu stellen, wie man dies für die PC und Serverlandschaft bereit ist. Zudem ist der hochfrequente Wechsel der verwendeten Geräte ein Kriterium, dass es ansonsten in der IT eigentlich NICHT gibt. Insofern warte ich gespannt auf einen entsprechenden Artikel von Ihnen, in dem die "sinnvollen Lösungen" vorgestellt und verglichen werden. ;-) MfG FH