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Deduplizierung sinnvoll für den Mittelstand

Deduplizierung erlaubt verschiedene Einsatzarten, die wiederum unterschiedliche Vorteile für das Backup bringen. Dabei kann sich der Anwender zwischen Soft- und Hardware-Lösungen entscheiden, das Gesamtergebnis ist laut Fujitsu stets eine höhere Effizienz.

Fujitsu »ETERNUS CS800«
Fujitsu »ETERNUS CS800«
Das klassische Backup auf Bandmedien weicht auch im Mittelstand der Datensicherung auf Festplatten. Dies resultiert aus steigenden Anforderungen an die Sicherung. Nach wie vor wachsen die Datenbestände und erfordern immer mehr Zeit bei der Sicherung. Hinzu kommt eine erkleckliche Anzahl virtualisierter Systeme, die höhere Ansprüche an die Backup-Performance stellen. Darüber hinaus sehen sich viele Firmen vor dem Problem, auch ihre Zweigstellen zentral abzusichern, was zusätzlich Kosten und Aufwand nach sich zieht.

»Mittelständische Unternehmen müssen ihre Backup-Strategien entsprechend den steigenden Anforderungen grundlegend ändern«, meint Robert Guzek, Produkt Marketing Manager ETERNUS bei Fujitsu. »Bandsicherung reicht eben nicht mehr aus. Allerdings lassen sich die Sicherungsszenarien nicht einfach mit mehr Speicher in Form von Festplatten erschlagen. Vielmehr muss der Anwender prüfen, welche Funktionalitäten ihm wirklich helfen. Dabei zeigt sich, dass Deduplizierung im Mittelstand Vorteile bringen kann und mittlerweile auch unter Kostengesichtspunkten ein Mehrwert möglich ist.«

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Vorteile der Deduplizierung

Die Deduplizierung bietet mehrere Vorteile, die sich an unterschiedlichen Stellen im Unternehmen nutzen lassen. So dämmt die Technologie zunächst die stetig steigenden Backup-Datenmengen ein. Denn oftmals geht es beim Backup nicht nur um die einmalige Sicherung des augenblicklichen Stands der Primärdaten von den Onlinespeichersystemen. Stattdessen sollen möglichst alle Daten gesichert werden, die in den letzten Monaten oder Jahren erzeugt oder verändert wurden. Darüber hinaus führen Techniken wie Disaster-Recovery-Kopien und Replikation, die dazu beitragen sollten, die Datenverfügbarkeit und Revisionssicherheit zu erhöhen, zu einem weiteren Wachstum der Datenberge. Abhängig von der Art der Daten und der jeweiligen Backup-Methode kann mit Deduplizierung das Speichervolumen im Idealfall um den Faktor 10 oder mehr verringert werden.

»Mit Deduplizierung kann man zudem den Preis pro effektiv nutzbarer Speicherkapazität reduzieren«, sagt Guzek. Für Datenmengen mittelständischer Unternehmen sei damit das Daten-Backup komplett auf Festplatte nicht mehr wesentlich teurer als die klassische Bandsicherung.  Diese Methode komprimiert die Daten nicht, sondern analysiert deren physikalische Datenblöcke und die Redundanzen auf Blockebene. Damit ist sie für große Datenvolumen von Großrechenzentren auf Grund des Datendurchsatzes nur eingeschränkt geeignet.

Firmen, die auch Zweigstellen in ihre Datensicherung integrieren müssen, können zusätzlich von der Deduplizierung profitieren. Denn damit lassen sich nicht nur die Datenbestände an den unterschiedlichen Orten reduzieren und Speicher effizienter nutzen. Vielmehr kann hier auch ein Transfer der Daten an eine Sicherungszentrale erfolgen, ohne unnötig große Bandbreiten zu erfordern. Beim Einsatz in Zweigstellen sind mehrere Szenarien denkbar. Eine Variante ist, Daten, die an mehreren Standorten möglicherweise nahezu identisch vorliegen, zentral zu deduplizieren. So muss an eine Disaster-Recovery-Site wiederum nur ein einmalig vorhandener Datenbestand repliziert werden. Alternativ können je nach Datenstruktur die Daten aber auch dezentral dedupliziert und anschließend zentral gesichert werden.

Mit der Daten-Reduktion in den Zweigstellen wird es möglich, eine vorher isolierte dezentrale Lösung kostengünstig über das Netz in ein zentrales Backup zu integrieren. Zusätzlich steigen Datensicherheit und Qualität im Betrieb. Gleichzeitig sollen die Betriebskosten sinken. Auch die Art und Weise, wie Sicherungen durchgeführt werden, ändert sich für den Betreiber: Aus logischer Sicht finden nur noch Vollsicherungen statt, obwohl tatsächlich nur die Datenblöcke gesichert werden, die sich noch nicht im Backup-Archiv befinden. Beim Restore zahlt sich dieses Vorgehen aus, da ein Sicherungsstand nicht mehr aus verschiedenen Voll- und Teilsicherungen restauriert werden muss, sondern direkt aus dem deduplizierten Datenbestand zu rekonstruieren ist. Dies bedeutet neben der Verschlankung des Backup-Archivs auch eine Konsolidierung der Backup-Prozesse und eine Vereinfachung der Wiederherstellung sowie Senkung der Betriebkosten.

»Bei Unternehmen mit einem verteilten Datenkonzept, deren dezentrale Daten die Grenze von drei TByte überschreiten, bietet sich Deduplizierung über eine spezielle Deduplizierungs-Hardware in den einzelnen Zweigstellen an«, erläutert Guzek. Systeme wie Fujitsus »ETERNUS CS800 Data Protection Appliance« verringern die Kapazitätsanforderungen für ein plattenbasiertes Backup auf und reduzieren das benötigte Volumen der Backup-Speicher. Die Datenmenge lässt sich dann relativ kostengünstig über das Netzwerk in eine Zentrale replizieren. Die Deduplizierungs-Appliance fungiert wie ein reiner, frei skalierbarer Backup-Speicher. Bei anschließender Replikation zwischen unterschiedlichen Standorten reduziert die Deduplizierung den durchschnittlichen Bedarf an Netzwerkbandbreite im Schnitt um den Faktor 20. Unser Produkt kann dabei im Ethernet-LAN kostengünstig als NAS-Backup-Appliance angebunden werden. Optional steht auch eine VTL-Schnittstelle mit der klassischen Magnetband-Virtualisierung im SAN zur Verfügung.

Einsatzmöglichkeiten

Je nach Backup-Strategie kann der Anwender wählen, wo er die Deduplizierungsfunktion einsetzen möchte bzw. den größten Nutzen erhält. So ist ein Einsatz direkt in der zentralen Datensicherung möglich, damit das Gesamtaufkommen an Daten minimiert und die Nutzung der Platten effizienter gestaltet wird. Des Weiteren lässt sich diese Technologie dezentral innerhalb der Backup-Anwendung für Zweigstellen nutzen. Aber auch ein Einsatz dezentraler Deduplizierungs-Hardware als NAS-Backup-Appliance im LAN oder als VTL-Appliance im SAN mit zentraler Ablage der Disaster-Recovery-Kopien ist möglich. Letztendlich kann der Anwender die Deduplizierung auch nur auf einer VTL nutzen und dahinter sein Bandarchiv anschließen.

»Egal, für welches Einsatzszenario oder welchen Mix sich ein IT-Manager entscheidet, sein Backup profitiert davon«, bekräftigt Guzek. »Die Datensicherung erhält auf jeden Fall eine höhere Effizienz. Diese hängt natürlich davon ab, an welcher Stelle man dedupliziert und wie die Daten aussehen, aber Reduktionsfaktoren von 10 sind keine Ausnahme. Das spiegelt sich nicht nur in schnelleren Sicherungszyklen wider, sondern auch in einem besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis«.