24.02.2011 (kfr) Drucken
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Backup/Recovery: Zu oft regiert noch Bruder Leichtsinn

Karl Fröhlich
Vor Jahren galt es noch in erster Linie heterogene Systeme unterschiedlicher Hersteller unter einen Hut zu bringen. Heute besteht die Herausforderung darin, das Datenwachstum auf physikalischen und virtuellen Maschinen zu beherrschen. Künftig soll noch die Cloud hinzukommen. Wobei sich die Gelehrten hier durchaus streiten, ob Cloud-Speicher nicht einfach nur eine andere Bezeichnung für eine breiter angelegte Virtualisierung ist.

Definitiv wird das Backup insgesamt immer komplexer und die Sicherung der virtuellen Welt stellt zusätzlich kein einfaches Unterfangen dar. Während Virtualisierung das IT-Leben vereinfachen und effizienter gestalten soll, bedeutet es für das Backup einen entschiedenen Mehraufwand. Eine Erkenntnis, die noch nicht bei allen Firmen angekommen ist. Dies belegen Studien. Trotz eines weltweit erwarteten Wachstums von 50 Prozent bei produktiven virtuellen Servern antworteten 55 Prozent aller befragten Unternehmen, dass sie kein Backup ihrer virtuellen Server durchführen bzw. nicht wissen, ob diese so oft gesichert werden wie die entsprechenden physikalischen Server.

Zudem gibt ein knappes Drittel der in EMEA ansässigen Firmen zu, dass bei einem IT-Ausfall 40 Prozent ihrer Daten verloren wären. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Der ständige Datenzugriff ist heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor. Da kann man es kaum glauben, dass Backup und Recovery bei so vielen Firmen eine untergeordnete Rolle spielt. Gegen diese Leichtsinnigkeit greift scheinbar nur eine bekannte Weisheit: »Schaden macht klug.«

Mit Studien ist es natürlich immer so eine Sache. Während beispielsweise eine Untersuchung von Acronis deutsche Unternehmen zum Backup-Weltmeister kürt, bescheinigt Symantec vor allem KMUs große Nachlässigkeiten beim Erstellen von Disaster-Recovery-Plänen. Für unstrittig halte ich übrigens das Ergebnis, dass deutsche Firmen im internationalen Vergleich die meisten Daten speichern. Das gehört zur deutschen Gründlichkeit – fördert aber gleichzeitig die Komplexität der Datensicherung. Lesen Sie mehr zum Thema Backup und Recovery und Datenmanagement hier in diesem Special.

Ihr
Karl Fröhlich
Chefredakteur, speicherguide.de


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