06.03.2012 (kfr) Drucken
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Backup/Recovery-Tools: Noch Luft nach oben

Karl Fröhlich
Wie schon letztes Jahr veröffentlichen Acronis und Symantec je eine internationale Studie zu Backup und Recovery. Während in der einen Untersuchung die IT-Administratoren schlaflose Nächte haben, sehen sich deutsche Unternehmen gleichzeitig gut auf Disaster-Fälle vorbereitet. Wie kommt das? Einerseits haben die IT-Manager hierzulande einen großen Fokus auf der Thematik, gleichzeitig ist es vereinfacht gesagt reine Auslegungssache. Wenn rund zwei Drittel mit irgendwas zufrieden sind, kann man dem verbleibenden Drittel schon attestieren, dass etwas nicht stimmt.

Einig sind sich alle in der Tatsache, dass das Backup/Recovery speziell in hybriden Umgebungen ein Problemherd ist und hier ein großes Optimierungspotenzial besteht. Beklagt wird, dass für ein virtuelles und physisches Backup zu viele unterschiedliche Tools nötig sind. Hieran werden die Software-Hersteller zu arbeiten haben. Wobei künftig noch das Thema Cloud hinzukommt. Allerdings ist ein Cloud-Backup für die überwiegende Mehrheit der Befragten kein Thema. Dies bestätigen auch Gespräche die wir als Redaktion mit IT-Managern führen bzw. Leserkommentare, die wir erhalten. Auch hier ist der Tenor klar: »Unser Backup überlassen wir keinem Dritten.«

Nun hatten wir eigentlich für dieses Special einen ausführlichen Test verschiedener Backup-Programme vorgesehen. Wie so oft passiert vieles aber immer auf den letzten Drücker. Während A das falsche Produkt schickt, funktioniert Software B hinten und vorne nicht. Die Fehler konnten bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe leider auch nicht mehr behoben werden. Wir liefern die Beiträge aber online in unserer Rubrik Backup/Recovery nach.

Was sich auf jeden Fall schon gezeigt hat, nahezu keines der Tools lässt sich ohne Nacharbeiten in Betrieb nehmen. Einmal wird ein Agent nicht richtig installiert, beim anderen Produkt die »RDX QuickStation« nicht als Bandbibliothek erkannt, dann fehlt eine Lizenz, das Programm sagt aber man brauche keine Lizenz usw.… Es verwundert nicht, dass IT-Manager ihren Backups nicht vertrauen und sich mehr Einfachheit wünschen. Es ist nicht so, dass die am Markt befindlichen Produkte nicht gut wären, aber für die Hersteller ist noch Luft nach oben.

Ihr
Karl Fröhlich
Chefredakteur, speicherguide.de

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