12.09.2017 (kfr) Drucken
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Advertorial: Tipps und Tricks zur Bare Metal Recovery

  • Inhalt dieses Artikels
  • Herausforderungen der Bare-Metal-Recovery
  • Bare-Metal-Recovery: HIR verwenden
  • Laufwerke aufräumen
  • BMR: Die Cloud als Zwischenlösung
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Muss ein System neu aufgesetzt werden, schlägt die Stunde des Bare Metal Recovery. In der Praxis gelingt die Wiederherstellung oft genug nicht immer auf Anhieb. Um Hardware-Probleme auszuschließen empfehlen sich Datensicherungsprodukte mit HIR-Technologie, wie »ShadowProtect SPX« von StoraceCraft.

Kurt Kraus, StorageCraft Technologie

Kurt Kraus, StorageCraftKurt Kraus, StorageCraftSelbst bei heutiger Hardware-Zuverlässigkeit passiert es hin und wieder, dass ein komplettes System auf einer anderen bzw. neuen Hardware aufgesetzt und wiederhergestellt werden muss. Dies nennt man Bare Metal Recovery (BMR) und es gehört zu den komplexeren und anspruchsvolleren Datensicherungsaufgaben eines IT-Administrators. Das Hauptproblem liegt in der unterschiedlichen Konfiguration der Hardware. Andere Bus-Versionen, unterschiedliche Prozessoren oder neuere Komponenten wie Netzwerk- oder Grafikkomponenten bereiten bei der Wiederherstellung eines zuvor gesicherten Komplettsystems oft große Probleme.

Im Idealfall verfügt der Administrator über eine ähnliche Hardware, auf der die Wiederherstellung erfolgen kann. Dies ist jedoch oft nicht der Fall, weil die Entwicklungszyklen der Hersteller extrem kurz sind und auch Komponenten schnell gegen andere ausgetauscht werden. Selbst wenn die Hardware identisch ist, können Treiber und BIOS-Probleme zu einer ganzen Reihe von Fehlern führen. IT-Profis versuchen deshalb Situationen zu vermeiden, in dem die einzige verbleibende Option ein BMR ist. Doch für den Fall der Fälle sollte man gerüstet sein, um den BMR-Prozess sicher und möglichst schnell durchschiffen zu können.

Herausforderungen der Bare-Metal-Recovery

Viele IT-Administratoren kennen die Erfahrung – nach Abschluss des Bare-Metal-Wiederherstellungsprozess erscheint beim Hochstarten ein Blue Screen of Death (BSOD). BMR ist nicht nur äußerst komplex, sondern führt manchmal auch zu unvorhergesehenen Ergebnissen. Die drei bekanntesten Gründe für einen Fehlschlag eines BMR-Prozesses sind:

  • Inkompatibilität der Hardware
  • Backup oder Datenbank ist beschädigt
  • Treiberfehler bzw. verschieden Versionen der Chipsatz-Treiber

Jeder dieser Fehler kann zu einem BSOD führen. Besonders unangenehm dabei ist, dass viel detektivischer Aufwand betrieben werden muss, um die Ursache festzustellen. Es gibt aber ein paar Tricks, wie man die Chancen eines erfolgreichen BMR deutlich erhöhen kann.

Bare-Metal-Recovery: HIR verwenden

Produkte mit HIR-Technologie (Hardware Independent Restore) sind Datensicherungsprogramme, die eine hardware-unabhängige Wiederherstellung ermöglichen. Einige Hersteller sprechen auch von universeller Wiederherstellung oder Universal-Restore. Sie ermöglicht es, ein Computersystem in unterschiedliche physische oder virtuelle Umgebungen wiederherzustellen. HIR-Produkte, wie beispielsweise ShadowProtect SPX von StorageCraft, erkennen die erforderlichen Treiber für einen erfolgreichen Start mit der neuen Hardware und laden diese automatisch. Der Hauptvorteil von HIR besteht darin, dass sich die Technologie bei unterschiedlichen Backup-Szenarien als nützlich erweist. So kann HIR verwendet werden bei der Wiederherstellung

  • von einem PC zu einem anderen PC,
  • von einem PC zu einer virtuellen Maschine,
  • von einer virtuellen Maschine zu einem PC,
  • von einer virtuellen Maschine zu einer anderen virtuellen Maschine.

HIR ist besonders hilfreich, wenn eine Migration zu neuer Hardware durchgeführt werden muss. HIR ermittelt dabei die Treiber, die für die Wiederherstellung erforderlich sind, und löscht sie, wenn sie nicht mehr benötigt werden.

Laufwerke aufräumen

Die Durchführung von BMR für ein System mit einer komplexen Laufwerkskonfiguration kann sich als schwierig erweisen. Wenn bei jeder Änderung der Laufwerkskonfiguration ein Backup angefertigt wird, verringern sich eventuelle Probleme. Schwierigkeiten können aber vor allem bei Verwendung von Windows Recovery Environment (WinRE) auftreten, denn Windows RE reagiert sehr heikel auf Anzahl und Konfiguration von Laufwerken. Wenn zum Beispiel für das Server-Backup der System Center Data Protection Manager (DPM) von Microsoft verwendet wird, können Probleme auftauchen. Insbesondere dann, wenn WinRE von einem USB-Datenträger geladen wird führt dies möglicherweise dazu, dass Windows ein sichtbares »Laufwerk« aus der Liste der verfügbaren Laufwerke erstellt. Bei einer unterschiedlichen Anzahl von Laufwerken kann es dazu kommen, dass die Wiederherstellung fehlschlägt. WinRE zeigt in diesem Fall möglicherweise den Fehler »Ein Parameter ist falsch« an. Wenn diese Fehlermeldung auftaucht, wurde möglicherweise ein zusätzliches Laufwerk erstellt. Ein Tipp: WinRE von einer DVD und nicht von einem USB-Datenträger starten.

BMR: Die Cloud als Zwischenlösung

Mit zunehmender Verbreitung von Cloud-Services stellt sich die Frage, ob diese Dienste auch für die BMR genutzt werden könnten. Prinzipiell ist das möglich. Unabhängig von den Kosten ist man durch die Tatsache eingeschränkt, dass für die Übertragung großer Dateien eine gute Internetverbindung erforderlich ist. Wenn ein neuer Server so schnell wie möglich funktionsfähig gestartet werden soll, ist der Zugriff auf ein lokales Backup die schnellste Option. Einige fortschrittliche Produkte und Services bieten die Möglichkeit, virtuelle Maschinen in der Cloud zu erstellen. Dies ist eine sehr schnell zu etablierende Übergangslösung, um das Unternehmen wieder handlungsfähig zu machen, bis das lokale System samt Tests wieder hergestellt ist.

Backup testen

Die erste Regel für Backups lautet: sie sind nur vorhanden, wenn sie auch getestet wurden. Was nützt das beste Backup, wenn es sich im Notfall nicht wiederherstellen lässt. Das kann man aber nur wissen, wenn es getestet wurde. Bare-Metal-Wiederherstellung ist komplexer als eine einfache Datei-Wiederherstellung. Und das bedeutet, dass auch öfter getestet werden muss. Dabei solle man das letzte Backup testen, um zu prüfen, ob es von einem anderen System startet. Die Testergebnisse geben wertvolle Hinweise für den Ernstfall. Etwaige Probleme bei der Widerherstellung lassen sich im Test bequem erkunden und lösen. Im Ernstfall will kein IT-Administrator völlig unvorbereitet auf komplexe Probleme stoßen.

Weitere Info
StorageCraft Technology
Tellengana House
Blackrock Rd., Cork,
Ireland
Tel. +49 30/224 03 02 21
Infos zu Hardware Independent Restore
Infos zu Shadow Protect SPX