Die Backup-Herausforderungen sind im IT-Alltag noch lange nicht gelöst. Jedes Jahr steigt der Datenberg um bis zu fünfzig Prozent – so dass allein der Gedanke an zukünftige Backup-Datenmengen den IT-Verantwortlichen Kopfschmerzen bereitet. Deduplizierung ist auch für den Mittelstand eine Lösung.
Von Matthias Hintenaus, Atempo
Wohin mit den Daten? Zum einen steigt der Speicherplatzbedarf, zum anderen aber auch die Kosten für Stromverbrauch, Kühlung und Platz. Wie soll man die riesigen Datenmengen sichern, ohne das Backup auf die Geschäftszeiten auszudehnen und Verzögerungen bei IT-Prozessen in Kauf zu nehmen? Nicht zuletzt stellt sich gerade mittelständischen Unternehmen mit mehreren Niederlassungen die Frage, wie die Daten trotz begrenzter Netzwerkbandbreiten zentral gesichert und bei Bedarf schnell und zuverlässig wiederhergestellt werden können.
Kampf dem Datenwachstum
Um sich diesen Herausforderungen auch in der Zukunft stellen zu können, brauchen IT-Administratoren eine zuverlässige Backup-Lösung. Sie muss eine effizientere Nutzung von Disk- und Tape-Speichern gestatten, dem Datenwachstum ein Schnippchen schlagen sowie eine schnelle Datensicherung und -wiederherstellung unter Compliance- und eDiscovery-Gesichtspunkten garantieren. Und da ein Mittelständler unter Umständen nur begrenzte Ressourcen für IT-Aufgaben bereitstellen kann, sollten Backup-Prozesse mit minimalem Aufwand erledigt werden können. Eine bewährte Backup- und Recovery-Software wie Atempo »Time Navigator« mit »HyperStream Server«-Modul für effiziente Datendeduplizierung kann all diese Anforderungen auf einen Schlag erfüllen.
Backup leicht gemacht
Der Verantwortliche steuert sämtliche Sicherungsprozesse über die einfach zu bedienende Benutzeroberfläche von Atempo Time Navigator. Von dieser zentralen Schnittstelle aus behält er den Überblick darüber, welche Daten zu welchem Zeitpunkt auf welches Speichermedium gesichert werden – egal ob auf Disk, Tape oder einer Mischung aus beidem. Auch Snapshots, Replizierungen, Archive und Wiederherstellung können so einfach konfiguriert und verwaltet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob nur einige Server, eine ganze Arbeitsgruppe oder ein über mehrere Standorte verteiltes Unternehmensnetzwerk ihre Daten beisteuern. Besonders einfach wird es für den Administrator durch Automatismen, die Daten nach vorher von ihm festgelegten Regeln von Disk auf Tape verschieben. Das Beste: Wächst die Speicherstruktur, wächst die Software einfach mit. Es gibt keine Begrenzung für die Anzahl von Datenströmen, Hosts, Datenbanken oder Laufwerken. Und Macro-Multiplexing macht die Datensicherung schneller als je zuvor.
Auf Nummer sicher
Für die notwendige Sicherheit beim Backup sorgen hochentwickelte Technologien: Der Time-Navigator-Security- and Compliance-Manager verschlüsselt und entschlüsselt die Daten und integriert zusätzlich ein System für digitale Signaturen und Zertifikate sowie hierarchische Schlüsselverwaltung, die dem Wert der Daten für das Unternehmen angepasst ist. In Kombination mit der Aufzeichnung von Backup- und Recovery-Aktivitäten sorgt die Software auf intelligente Art und Weise für eine Speichersicherheit, die auch mehrdimensionalen Bedrohungen gewachsen ist.
Die Einhaltung unternehmenskritischer Anforderungen im Hinblick auf Datenschutz und gesetzliche Vorschriften zu Compliance und eDiscovery wird zum Kinderspiel. Über ein spezielles Archivierungsmodul können die Administratoren Dokumente und Daten für die Langzeitarchivierung auswählen und klassifizieren. Wie die Backup-Daten sind auch die archivierten Daten systemunabhängig und können von jedem zukünftigen System wieder hergestellt werden. Ein zentrales Repository von Ordnern, Archiven und Schlüsselbegriffen ermöglicht den einfachen Datenzugriff.
Einfach Daten schrumpfen
Aber wie werden IT-Administratoren nun dem Speicherwachstum Herr? Mittlerweile haben die Datenzuwächse ein Niveau erreicht, bei dem Datenkompression allein nicht mehr ausreicht. Das Software-Modul Hyperstream-Server für den Time Navigator prüft vor der Datenübertragung, welche Dateien oder Datenblöcke bereits auf dem Speichersystem liegen und überträgt lediglich neue Datenblöcke – unabhängig vom Dateiformat. Hyperstream-Server »streamt« die Backup-Datenblöcke über Verbindungen mit hoher und niedriger Bandbreite an den Backup-Server, wobei die Deduplizierung sowohl innerhalb einzelner Datenströme als auch über mehrere Datenströme hinweg ausgeführt wird. Je nach Datentyp lassen sich so Deduplizierungsraten von bis zu 600:1 erzielen – die Datenmenge im Backup schrumpft gewaltig, vor allem in Kombination mit zusätzlicher Datenkompression. Gleichzeitig werden die Metadaten an das Repository des Hyperstream-Servers übertragen und dort gespeichert. Statistiken liefern dem IT-Administrator Planungsinformationen zu Backup und Deduplizierungsraten im Zeitverlauf.
Durch Disk-Speicher in Kombination mit Datendeduplizierung erreicht man erhebliche Kosteneinsparungen in Bezug auf Speicherplatzbedarf und Bandbreitennutzung – ganz zu schweigen vom geringeren Zeitbedarf für die Sicherung und Wiederherstellung der Daten. Das Einhalten der Backup-Zeiten ist kein Problem mehr – langsame Rechner durch hohe Netzwerkauslastung gehören der Vergangenheit an. Und ganz nebenbei macht Deduplizierung das Backup »grüner«: Durch den reduzierten Speicherplatz sinken der Stromverbrauch, die Kühlungsenergie sowie der Platzbedarf für Speicher-Hardware. Kein Wunder, dass Deduplizierung derzeit eine der einflussreichsten Technologien auf dem Datensicherungsmarkt ist.
Replikation wird für den Mittelstand attraktiv
Doch damit nicht genug: Wenn doppelte Inhalte gar nicht mehr im Backup landen, wird auch der Bandbreitenbedarf für die Datenübertragung gesenkt. Dadurch kann Replikation auch Einzug in mittelständische Unternehmen mit mehreren Standorten halten, deren LAN- oder WAN-Netzwerke nur über eine geringe Bandbreite verfügen. Neue Datenblöcke werden zu vorher festgelegten Zeitpunkten automatisch übertragen. Damit sind einer zentralen Backup-Strategie Tür und Tor geöffnet. Zusätzlich können mobile Mitarbeiter, Home-Offices oder Standorte, an denen keine Backup-Struktur vorhanden ist, einfach über eine spezielle Sicherungs-Software wie Atempo »LiveBackup« eingebunden werden. Die Zentralisierung der Backups bedeutet für die IT-Verantwortlichen weniger Kopfzerbrechen über Datenverfügbarkeit, -sicherheit und -integrität, sowie keine Notwendigkeit, fachfremdem Personal Schritt für Schritt die Aufgaben bei der Datensicherung zu erklären oder sich auf Fehlersuche zu begeben. In umgekehrter Richtung sorgt Replikation für schnelle lokale Datenwiederherstellung und Disaster-Recovery. Dabei werden die Daten vom nächsten und schnellsten Standort wiederhergestellt.
Recovery kann so einfach sein
Der Administrator legt zwar fest, zu welchem Zeitpunkt automatische Voll- oder inkrementelle Backups erfolgen sollen. Das bedeutet aber nicht, dass ausschließlich der Systemverwalter Zugriff auf die Daten hat: Braucht ein Mitarbeiter eine bestimmte Datei, kann er sie in jeder beliebigen Version selbst wiederherstellen – vorausgesetzt, er hat die entsprechenden Zugriffsrechte dafür. Die Software hat eine intuitiv bedienbare Weboberfläche, mit der auch IT-fremde Mitarbeiter »durch die Zeit navigieren« können. Mit ihr können sich Anwender eine Ansicht ihrer Daten zu jedem beliebigen Zeitpunkt der Vergangenheit anzeigen und innerhalb von Sekunden wiederherstellen lassen. Diese einzigartige »Hilfe zur Selbsthilfe« spart nicht nur den Mitarbeitern Nerven und den IT-Administratoren Zeit.
Alles unter Kontrolle
Sämtliche Prozesse der Datensicherung und -wiederherstellung werden über einen Server kontrolliert. Die Kommunikation zwischen Server und Agents läuft über TCP- und UDP-Ports. Das Monitoring der Backup- und Recovery-Aktivitäten ermöglicht es, Probleme schnell zu erkennen und zu beseitigen. Statistiken über einzelne oder mehrere Backup-Jobs und die Auslastung von Disk und Tape werden ergänzt durch Prognosen, wie viel Speicherplatz in Zukunft benötigt wird und wie er noch effizienter genutzt werden kann. Doch Technik ist natürlich nur die halbe Miete. Was zählt, ist außerdem, die Kosten unter Kontrolle zu halten. Atempo bietet spezielle Lizenzmodelle für mittelständische Kunden, die auf dem Datenvolumen basieren.
Vita Autor
Matthias Hintenaus ist als Managing Director Central and Eastern Europe bei Atempo tätig. In dieser Position ist er für den weiteren Ausbau der Märkte in der DACH-Region, Osteuropa und der Türkei verantwortlich.