Interview mit Paul Trowbridge, Marketing Director SNW Europe
Größer, schöner, informativer soll sie werden, die SNW Europe. Neue Themenbereiche sollen den Besuchern noch mehr Nutzwert bieten. Praxisnähe wird in Frankfurt groß geschrieben.
Wir sprachen mit Paul Trowbridge, Marketing Director der SNW Europe.
Die SNW konzentriert sich dieses Jahr nicht nur auf Storage. Was dürfen die Besucher sonst noch erwarten, wie sieht Ihr Konzept aus?
Trowbridge: Storage ist und bleibt auch 2009 das zentrale Thema in Frankfurt, wird aber heuer zum ersten Mal um dedizierte Foren für zwei besonders wichtige Themenkreise ergänzt: Mit der Datacenter Technologies und der Virtualization World unter gemeinsamem Dach mit der SNW stellen wir erstmals das neue Konzept vor. Wir sind der Meinung, dass die klassischen SNW-Tugenden – hohe Praxisorientierung, Referenzanwendungen mit Modellcharakter und eine breite Auswahl herstellerneutraler Vorträge und Seminare – auch Besucher überzeugen werden, die an Rechenzentrumsinfrastruktur und Virtualisierung interessiert sind.
Welches sind die Höhepunkte der diesjährigen SNW, auf die sich die Besucher freuen dürfen?
Trowbridge: Neben Themen wie Storage-Management, Data-Protection und Anwenderberichte haben wir die so genannten »Hot Topics«. Darunter fassen wir Vorträge zusammen, die aktuell die Speichergemeinde bewegen, oder die zukunftsweisende Technologien mit handfesten Geschäftsvorteilen präsentieren. Wir werden erklären, welche Infrastruktur im Rechenzentrum kosteneffizient skaliert, wie man unterbrechungsfrei auf FCoE migriert oder Daten in der Cloud sicher speichert und zur Verfügung stellt. Diese Themen bleiben nicht abstrakt – Kunden gehen mit nachvollziehbaren Erfahrungen internationaler Referenzkunden nach Hause und mit der Gewissheit, zwei Tage lang Informationen bekommen zu haben, die ihnen Kaufentscheidungen erleichtern oder die ihre Budgets schonen.
Ein paar ausgewählte Beispiele: Adriana Telesca von der Forschungseinrichtung CERN in Genf präsentiert »Full deployment of the ALICE data storage system at CERN: performance tests and system monitoring«. Dr. Eveline Balogh, Head of Facility Management, und Dr. Maczek, Head of IT, der Österreichischen Kontrollbank AG sprechen über »How Facility Management & IT Management works hand in hand.« Das Thema »Deduplizierung in der Versicherungspraxis« präsentiert Stefan Gipser von der Signal Iduna.
Viele potenzielle Besucher unterliegen Budget-Streichungen und damit verbundenen Reiseeinschränkungen. Wie lauten Ihre Argumente, warum ist die SNW für Unternehmen eine Reise wert?
Trowbridge: In wirtschaftlich schweren Zeiten werden gerade Messekonzepte oft hinterfragt und Anbieter kämpfen mit sinkenden Besucherzahlen. Im Gegenzug wird erwartet, dass IT nachvollziehbaren und quantifizierbaren Ertrag bringt. Unsere Messe bietet diesen Mehrwert: Wir haben ein starkes Konzept, das auf Aktualität und Praxisnähe setzt. Unsere dedizierte Veranstaltung bringt Hersteller, Anwender, Kunden und Industrievertreter an einen Tisch. Wir haben ein Testlabor, das Lösungen zum Anfassen zeigt. Bei uns geht es nicht um Verkaufs- und Marketinggespräche. Außerdem haben wir mit der Messe Frankfurt einen attraktiven und zentralen Veranstaltungsort gewählt. Wir wollen, dass Interessenten, wenn sie 2009 nur eine Messe besuchen, sich für die SNW entscheiden.
Was sehen Sie als die aktuell wichtigsten Trends in den Bereichen Storage und Virtualisierung an?
Trowbridge: Trendsetter sind ganz pragmatisch die Technologien und Entwicklungen, die an der Kostenschraube drehen oder die Zukunftssicherheit bieten. Dazu gehört Ethernet-Storage, weil sowohl NAS als auch iSCSI-SAN noch viel Potenzial bieten. Die Marktentwicklung hin zu 10-Gbit-Ethernet, zu FCoE und der Virtualisierungstrend bestätigen die Relevanz von Ethernet-Storage. Ein weiterer Trend ist Green-Storage: weniger Kabel, weniger Strombedarf, niedriger Kühlbedarf und eine konsolidierte Infrastruktur sind Faktoren, die sich direkt auf die Kosten auswirken. Außerdem sind Metadatenstandards wie XAM eine interessante Entwicklung. Sie stehen für Interoperabilität, sind für die Bereitstellung und Nutzung von Software-as-a-Service (SaaS) in der Cloud wichtig und vereinfachen Unternehmensprozesse wie Archivierung oder ILM. Nicht zuletzt stehen auch Solid-State-Speicher im Mittelpunkt des Interesses.