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[28.01.2010] (kfr)
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Im Interview: Bitmarck Holding

Sven Oliver Schultz, Bereichsleiter Architektur Management, Bitmarck Holding

Der IT-Dienstleister Bitmarck setzt für die DAK als eines der ersten deutschen Unternehmen Highend-SSDs (Solid-State-Disks) ein. Mit einer »RamSan 400«-Appliance von Texas Memory Systems wurden die An-/Abmeldezeiten der Mitarbeiter des Versicherers in I/O-Spitzenzeiten von einigen Minuten auf Sekunden reduziert.
Wir sprachen mit Sven Oliver Schultz, Bereichsleiter Architektur Management bei Bitmarck, über seine Erfahrungen mit SSD.

Sie betreiben seit 2006 für die DAK eine Highend-SSD-Lösung, mit welcher Zufriedenheit?

 Sven Oliver Schultz 
Sven Oliver Schultz
Schultz: Das System läuft seit Inbetriebnahme absolut stabil. Neben einer hohen Performance werden auch unsere Hochverfügbarkeits-Anforderungen erfüllt. Das Hardware-Design ist voll redundant ausgelegt und besitzt sogar eine, in die SSD integrierte, eigene Backup-Energieversorgung. Seit 2008 betreiben wir zudem eine zweite »RamSan«-Appliance in unserem Backup-Rechenzentrum um noch mehr Flexibilität im Betrieb zu erreichen.

Wie sieht genau die Problemstellung aus, die Sie mit SSD lösen konnten?

Schultz: Wir betreiben für die DAK eine Citrix-Umgebung mit 380 Windows-Terminal-Servern und »Roaming Profiles« für mittlerweile 15.000 Anwender in ihren Rechenzentren. In Spitzenzeiten wie zum Beispiel Freitags, melden sich bis zu 7.000 Mitarbeiter nahezu gleichzeitig verteilt über Deutschland ab. Das I/O-Aufkommen ist zu diesen Zeitpunkten enorm hoch. Die Abmeldung und das »Wegschreiben« der Anwender-Profile baute Disk-Warteschlangen von bis zu einigen Minuten auf. Des Weiteren mussten wir immer wieder korrupte Profile manuell korrigieren. Gesucht war daher eine skalierbare Lösung, die uns eine hohe Performance garantiert, mit niedrigem Administrations-Aufwand und sich gut in unsere vorhandene Infrastruktur integrieren lässt. Mit der Ramsan 400 konnten wir die Wartezeiten bei den An- und Abmeldevorgängen über die Profilserver von Minuten auf Sekunden reduzieren. Das System verarbeitet dabei rund 1,6 Millionen Profil-Dateien in 1,5 Millionen Ordnern, bei einer durchschnittlichen Dateigröße von zirka einem KByte.

Wäre eine Lösung mit herkömmlichen Disk-Arrays möglich gewesen?

Schultz: Wir hätten die Spindelzahl erhöhen und in weitere RAIDs und Racks investieren müssen. Außerdem wäre eine Optimierung der LUN-Konfiguration und Lasterverteilung der Storage-Systeme nötig gewesen. Dies hätte aber einen hohen Aufwand durch Messungen und Rekonfiguration der entsprechenden LUNs bedeutet. Trotzdem wäre die optimierte Auslastung bei Einrichtung weiterer LUNs nicht gegeben gewesen, auch ließen sich die FC-Ports der Plattensysteme nicht weiter aufrüsten. Des Weiteren wachsen aber die Profilgrößen und Dateianzahl der Benutzer durch neue Anwendungen immer weiter an. Bei diesen enormen I/O-Anforderungen sind Disk-Speicher zu ineffektiv.

Demzufolge müsste sich die Investition relativ schnell amortisiert haben?

Schultz: Ja, zumal wir nicht nur eine technisch fortschrittliche Lösung implementiert haben: Ein plattenbasiertes Konzept hätte neben der Anschaffung zusätzliche Kosten für Strom, Platz und Kühlung generiert. Außerdem wäre die Einhaltung von SLAs bei anwachsenden Profilgrößen mit einem fortwährender Administrationsaufwand bei den Plattensystemen verbunden gewesen. Dadurch hat sich die Investition, auch im Hinblick eines Technologie-Fortschritts, in SSD auf jeden Fall gerechnet.
Bitmarck im Detail

Der BITMARCK-Konzern besteht aus einer Holding und fünf operativen Tochtergesellschaften, jeweils in der Rechtsform einer GmbH. Mit über 1.200 Mitarbeitern und cirka 250 Millionen Euro Jahresumsatz ist Bitmarck einer der größten Full-Service-Anbieter im IT-Markt der GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) und realisiert intelligente IT-Lösungen für die Betriebs- und Innungskrankenkassen.

Gesellschafter des Konzerns sind die Betriebskrankenkassen, die Innungskrankenkassen, die DAK, HEK, hkk, die Hamburg Münchener Krankenkasse, die Knappschaft und der Bundesverband der landwirtschaftlichen Krankenkassen. Der IT-Dienstleister stellt seinen Service rund 46.000 Arbeitsplätzen und 19,5 Millionen Versicherte in der GKV zur Verfügung.

Bitmarck Holding GMBH
Brunnenstr. 15 - 17, 45128 Essen
Tel. +49 (0)201-89 06 90 00, Fax +49 (0)201-89 06 91 99
E-Mail: info@bitmarck.de
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